Suchen ohne Google

Cuil (“Cool” ausgesprochen) ist eine neue Suchmaschine, die vom Konzept her in direkter Konkurrenz zu Google, Yahoo! und Microsoft steht. Cuil verfügt angeblich über einen Suchindex von 120 Milliarden Seiten, wobei sich der Ranking-Algorithmus grundsätzlich von Googles PageRank-Algorithmus unterscheiden soll. So werden Seiten nicht nach der Anzahl und Qualität der eingehenden Links bewertet, sondern nach dem Seiteninhalt, was auch immer das im Detail bedeutet.

Das Layout der angezeigten Suchresultate ist gewöhnungsbedürftig, allerdings nicht unbedingt schlecht. Suchresultate werden in mehreren Spalten angezeigt, mit jeweils einem längeren Vorschau-Text als bei Google. Weiterhin erhält man am Rand Zusatzinformationen zum Suchbegriff.

Laut Privacy Policy sammelt Cuil keinerlei persönliche Daten der Benutzer. Es werden insbesondere keine Logs über vergangene Suchanfragen vorgehalten. Zwar speichert Cuil bei jedem Seitenbesuch einen Cookie mit den gewählten Sucheinstellungen auf dem Rechner des Benutzers. Diese Informationen werden allerdings (angeblich) nicht auf den Cuil-Servern gespeichert und ausgewertet.

Cuil wurde von Anna Patterson, Tom Costello, Russell Power und Louis Monier entwickelt, die bis auf Herrn Costello ehemalige Google-Angestellte sind. Anna Patterson hat einst den größten Suchindex, basierend auf Seiten von Archive.org generiert, woraufhin sie von Google eingestellt wurde, und an Googles Suchindex TeraGoogle arbeitete.

Im Moment scheint Cuile nur für englischsprachige Webseiten verlässlich zu funktionieren. Selbst wenn man einen deutschen Suchbegriff wie etwa “Zeitung” eingibt, erhält man lediglich englischsprachige Artikel. Interessanterweise liefert der Begriff “zeitung” mit kleinem z kein einziges Suchergebnis. Die Cuil-Suche scheint also im Gegensatz zu den meisten anderen Suchmaschinen zwischen Groß- und Kleinschreibung zu unterscheiden.

[via Wired]

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