Schöne neue Musikwelt

Während genervte Nachbarn früher die Polizei riefen, wenn aus der Wohnung nebenan zu laute Musik kam, gibt es bald vielleicht einen Weg, dem Geräuschverursacher größere finanzielle Schmerzen zuzufügen: Eine britische Werkstattkette wird wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt, weil die Mitarbeiter zu laut Radio gehört hatten.

Immerhin steht jetzt fest, dass öffentliches Singen keine Urheberrechtsverletzung darstellt. Also kein Grund, die Wände des Badezimmers mit Eierkartons zu tapezieren.

…zwar geschah das Singen “öffentlich” im Sinne von § 19 Abs. 2 UrhG. Weiterhin verlange die Vorschrift jedoch eine Darbietung, andernfalls wäre diese Bezeichnung im Gesetz überflüssig. “Nicht alles, was öffentlich geschieht, ist aber deswegen zwangsläufig eine Darbietung”, befand im konkreten Fall das Gericht. Zum Artikel

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