Clicky: Kostenloser Webstatistik-Dienst

Clicky ist ein neuer kostenloser Webstatistik-Dienst, der verspricht, völlig neue Einblicke in das Besucherverhalten auf der eigenen Seite zu gewähren.

In der sogenannten Dashboard-Ansicht von Clicky bekommt man die Anzahl der Besucher, die Seitenaufrufe, die Besucher-Sessions (alle Seiten, die ein einzelner Besucher angeschaut hat), die verwendeten Browser und die entsprechenden Betriebssysteme der letzten Tage angezeigt. Außerdem sieht man, von welchen Webseiten die Besucher kamen, und bekommt die häufigsten Suchbegriffe angezeigt. Wenn man auf einen dieser Menüpunkte in der Dashboard-Ansicht klickt, bekommt man eine detaillierte zeitliche Auflistung der entsprechenden Daten. In der Click Log-Ansicht sieht man den unbearbeiteten Traffic (Uhrzeit, Seite, IP-Adresse, Referrer) in umgekehrter chronologischer Reihenfolge. Geplant ist noch eine Funktion, ähnlich zu der von Digg Spy, mit der man dann in Echtzeit sehen kann, was gerade auf der Seite passiert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Clicky nicht mehr kann, als die üblichen kostenlosen Webstatistik-Dienste. Eher weniger, wenn man berücksichtigt, dass Clicky sämtliche Auswertungen als Zahlen anzeigt, wobei gerade bei Besucherzahlen grafische Darstellungen einen besseren und schnelleren Überblick über Besuchertrends geben können. Die geplante Echtzeit-Anzeige der Seitenaufrufe findet man bislang nur in sehr wenigen Webstatistik-Anwendungen, und aus eigener Erfahrung halte ich eine solche Funktion für eine Spielerei ohne jeglichen praktischen Nutzen. Es ist zwar interessant, sich anzuschauen, wer genau in diesem Moment auf die eigene Seite zugreift, aber lernen tut man aus diesen Informationen nichts. Außerdem macht eine solche Funktion süchtig, und man verbringt mehr Zeit damit, sich anzuschauen, was gerade auf der Seite passiert, als zu bloggen. Es reicht im allgemeinen vollkommen aus, sich alle paar Stunden über neue Referrer oder Suchanfragen zu informieren.

Ein gewisser Vorteil von Clicky für deutschsprachige Webseiten ist vielleicht, dass Clicky in den USA beheimatet ist. Bei deutschsprachigen gehosteten Webstatistik-Lösungen habe ich immer Bedenken, dass meine Suchmaschinen-Statistik von den Betreibern dazu missbraucht werden könnte, die eigenen Seiten zu optimieren. Aber um ganz sicher zu gehen, sollte man entweder genau in die AGBs der entsprechenden Dienste schauen, oder sich eine Webstatistik-Anwendung auf dem eigenen Server installieren.

Ähnliche Artikel:

Mitreden