Schneller browsen mit Browster

Browster ist ein nützlicher, kostenloser (auf die ideellen Kosten gehe ich unten ein) Plugin für Firefox und InternetExplorer. Nach der Installation zeigt Browster neben Links jeweils ein kleines Symbol. Fährt man mit der Maus über dieses Symbol, wird eine verkleinerte Ansicht der Webseite, die sich hinter dem Link versteckt, angezeigt. Verlässt die Maus das Symbol, verschwindet auch die Voransicht. Dadurch kann man schnell nachschauen, ob sich hinter einem Link etwas interessantes verbirgt. Das ist aber noch nicht alles, was Browster zu bieten hat. Das Browster-Vorschaufenster ist selbst ein kleiner Browser, in dem man navigieren kann. Hat man das gefunden, was man gesucht hat, kann man aus dem Vorschaufenster mit einem Klick ein normales Browserfenster machen. Bei Google-Suchen lädt Browster die Seiten der ersten Suchresultate in einen Cache, so dass die Voransicht praktisch instantan geschieht. Dieses sogenannte Prefetching kann man mögen oder nicht.
Browster ist auch sehr nützlich für Myspace-Benutzer: Fährt man mit der Maus über das Bild eines Myspace-Benutzers, wird in einem Browster-Fenster eine von allem unnützen, blinkenden, sich bewegendem Schnickschnack befreite Version des dazugehörigen Myspace-Benutzerprofils angezeigt. Damit könnte Browster dazu beitragen, Myspace endlich wieder benutzbar zu machen.
Browster (die Firma) finanziert sich über Kontextwerbung, die im oberen Bereich des Browster-Fenster angezeigt wird, ähnlich zu den kontextuellen Google- oder Yahoo-Werbeeinblendungen. Das kann man in Kauf nehmen, für die zusätzlichen Funktionen, die Browster bietet, muss man aber nicht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Browster die Bewegung im Internetz deutlich angenehmer und schneller macht. Während ich die Kontextwerbung, gemessen am Surf-Komfort den Browster bietet, akzeptabel finde (und praktischerweise sowieso nahezu werbeblind bin), stört mich die Tatsache, dass Browster Webseiten herunterlädt, die ich mir nicht anschauen würde (das oben erwähnte Prefetching). Zum einen treibt dies das übertragene Datenvolumen beim Surfen in die Höhe (kein Problem, wenn man eine Flatrate hat). Zum anderen, was ich viel bedenklicher finde, werden Daten zu einer Webseite gesendet, die ich nicht aufgerufen habe, und die Betreiber dieser Webseite geht es nichts an, dass ich gerade auf einer Seite bin, die einen Link zu ihrer Seite enthält.

Wen diese beiden Punkte nicht abschrecken: Hier geht’s auf die Browster-Seite.

P.S.: Firefox selbst ist in der Lage, Webseiten, die man vielleicht in Zukunft anklicken könnte, im Voraus herunterzuladen. Man kann dieses Link-Prefetching im Firefox einfach deaktivieren oder aktivieren: Man gibt in der Adresszeile ‘about:config’ ein, und sucht dann nach dem Punkt ‘network.prefetch-next’, den man dann entweder auf ‘false’ (deaktivieren) oder ‘true’ (aktivieren) setzen kann.

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Eine Antwort to “Schneller browsen mit Browster”

  1. Wirklich ganz praktisch, dieses Browster Ding. Spart viel rumklickerei-

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