Von kinderleicht bis ganz schön stark

Peter Bursch
Als ich 15 war, hatte ich alle Bücher von ihm. Er hat mir gezeigt, wie man Gitarren stimmt, Norwegian Wood spielt und was Power Rock Akkorde sind, wie man Jupp zupft, und damit auf Kindergeburtstagen Parties die Ladies beeindrucken konnte. Das war damals, als es zu den Gitarren-Büchern immer so Folien-Schallplatten gab, die man auf eine richtige Schallplatte drauflegen musste, um sie abspielen zu können. Als es noch kein Internet gab, und ich einmal pro Jahr Monat elterlicherseits in das einzige, weit entfernte Musikgeschäft gefahren wurde und dort stundenlang die Gitarrenlehrbücher durchlas und es bereute, dass ich kein photographisches Gedächtnis besaß, als ich unerschwingliche Musikinstrumente ausprobieren durfte und mit dem coolen Musikhändlerfachverkäufer fachsimpeln konnte. Damals, als hautenge, schwarze Stretchhosen, T-Shirts mit Totenköpfen drauf und das heimliche Rauchen im Wald (sic!) der Inbegriff von Männlichkeit waren. Ich habe gerade festgestellt, dass er sich in den letzten 15 Jahren optisch kaum verändert hat.

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2 Antworten to “Von kinderleicht bis ganz schön stark”

  1. Schön, daß diese Entwicklungsphase in meinem Leben nicht stattgefunden hat: Ich konnte schon recht früh Noten lesen. Fast alles, was ich über Musik in der Schule gelernt habe, konnte ich später tatsächlich mal gebrauchen.

  2. Ach, wie niedlich! So ging’s mir auch mal, nicht mit dem Notenlernen, aber mit den Songbüchern und den teuren Instrumenten…

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