Statistik stinkt zum Himmel

Ich werde im Folgenden versuchen, diese These ein bisschen zu motivieren.
Dazu ein einfaches, aus dem Leben gegriffenes, Rechenbeispiel:

  • Ein handelsüblicher deutscher Bürgersteig ist circa einen Meter breit.
  • Der Weg, den ich zurücklegen musste, betrug ca. 500m.

D.h., die Fläche, über die ich (anfangs noch fröhlich pfeiffend) gewandelt bin, betrug etwa 1m x 500m = 500m2. Das wiederum kann man auch in Quadratzentimetern ausdrücken: 5000000cm2.

  • Der Flächeninhalt meiner Schuhsohle beträgt ca. 25cm x 10cm = 250cm2.
  • Wenn ich mal von einer Schrittweite von einem Meter ausgehe, habe ich also auf dem Weg circa 500 Schritte gemacht.
  • Die gesamte Fläche des Bürgersteigs, die von meinen Schuhen getreten wurde, betrug also circa 500 x 250cm2 = 125000cm2.

Wenn ich mich bis hierhin nicht grob verrechnet habe, habe ich mit meinen zarten Füßen gerade mal lächerliche 2.5% des gesamten Bürgersteigs berührt. Wenn man von einem, im Vergleich zur Fläche des Bürgersteiges, (glücklicherweise) vernachlässigbar kleinen Hundehaufen ausgeht, und weiterhin die Vereinfachung macht, dass sich auf meinem Weg nur eine einzige dieser Tretminen befunden hat, hatte ich also eine Chance von 2.5%, ins Schwarze (na ja, es war eher ins Ocker-Bräunliche) zu treffen. Oder, um mal von der Opfer- in die Täter-Perspektive zu wechseln: Wieso konnte dieser flohbehaftete, zottelige Vierbeiner sich nicht auf den verbleibenden 97.5% der Bürgersteiges die Nase pudern? ;-)

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