Eine Hand schmiert die andere

Laut Spiegel werden Aufträge in Afghanistan und im Irak gezielt an Firmen vergeben, die Bush während seines Wahlkampfes unterstützt hatten. Viele Aufträge wurden nicht, wie sonst üblich, öffentlich ausgeschrieben, sondern aus Zeitmangel direkt vergeben. Dabei wurden die meisten Aufträge an Unternehmen vergeben, in deren Vorstandsetagen ehemalige Regierungsbeamte beschäftigt sind, bzw. Manager mit guten Verbindungen zu den entsprechenden Behörden. Unter anderem wird auch mal wieder das Halliburton-Tochterunternehmen KBR (mit einem Auftrag in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar) erwähnt (Hintergrund: US-Vizepräsident Dick Cheney war bis 2000 Chef von Halliburton). Kritiker wie der kalifornische Abgeordnete Henry Waxman werfen der Regierung schon seit langem eine Verschleierung ihrer Auswahlkriterien und eine Bevorzugung der Firma Halliburton vor. Zu stören scheint das aber niemanden wirklich. Halliburton zeigt sich erkenntlich und vergibt Unteraufträge nur an nur an solche ausländischen Konzerne, die sich auf die von der US-Regierung gewünschte Boykottpolitik gegenüber Iran und Libyen festlegen.

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